Die Nordmark

Geschichte


Die Nordmark hatte nicht immer diesen Namen. Bevor die Nordmannen das Land forderten, trug es den schlichten Namen Nordlande und umfasste die nördlichen und südlichen Schwarzberge des Reiches Bretonia. In den Jahren vor dem bretonischen Bürgerkrieg plünderten die Nordmannen aus Midgard an den bretonischen Küsten. Doch irgendwann begannen sie, sich niederzulassen und in den Nordlanden des Reiches Siedlungen zu errichten. Schließlich begann der Bürgerkrieg, in dem sie Seite an Seite mit König Lerhon gegen jene kämpften, welche den Thron des Reiches für sich selbst beanspruchten. Dann, am Ende des Krieges, bekamen die Nordmannen die Festung Nordstein. Rokil, Hetmann der Sturmäxte, wurde Herrscher über Nordstein, das nun Heimat und Durchgangsstation für viele Nordmannen im Lande wurde.

Im Jahre 206 n.G.B. schlossen sich zahlreiche Nordmannen, darunter die Sippen der Huginner und Waräger sowie einige Freie, zusammen. Sie wandten sich von Rokil ab und forderten Land bei den Bretonen ein. Und zwar forderten sie alles Land nördlich der Marmorbrücke. Da die Bretonen ablehnten und weitere Verhandlungen aus zahlreichen Gründen (unter anderem Attentatsversuche) scheiterten, kam es beinahe zum Krieg zwischen Nordmannen und Bretonen. Erschwert wurden die Verhandlungen auch durch die zu dieser Zeit erstmals auftretenden „Wölfe“. Jene überfielen scheinbar wahllos verschiedene Gruppen, die alle irgendwie mit der Nordmark, wie die Nordmannen das Land nun nannten, in Verbindung standen. Erst ein Jahr später würde sich herausstellen, wieso dies alles geschah.

Als der Krieg unabwendbar war, gingen die Nordmannen fort nach Midgard, und Bretonia hatte sich allein mit den „Wölfen“ herumzuschlagen. Im Jahre 207 n.G.B. wurden einige der „Wölfe“ gefasst. Es handelte sich um Nordmannen, und sie kämpften auf ihre Weise um die Nordmark, die nunmehr bretonisches Lehen wurde unter der Führung von Freiherr Rokil Sejrson.

Im September des Jahres 207 n.G.B. kam es zu einer Angriffswelle gegen die Festung Nordstein, gegen die neu gegründete Landwehr südlich davon und gegen das ganze Siedlungsgebiet in der Mark. Die Angreifer waren Riesen, Vendus, Minotauren und Nordmannen vom Stamm der Alanen aus Midgard. Viel Leben wurde in der Mark ausgelöscht, Rokil Sejrson und fast alle seiner Sippe fielen, Nordstein wurde Gebiet der Riesen und in der ehemaligen Festung der Rabenschwingen kam es zur Belagerung. Befreiungsversuche seitens der Nordmannen und Bretonen scheiterten. Erstere kehrten zurück aus Midgard und kämpften sich den Weg frei bis zur Station im Norden, die sie Tilhold nannten. Es kam in den Folgemonaten zu weiteren Angriffen, auch an der Brücke, doch alle konnten zurückgeschlagen werden.

Im Jahre 208 n.G.B. machten die Riesen den Bretonen und Nordmannen ein Angebot zur Waffenruhe, sollten sie die bestehenden neuen Grenzen akzeptieren. Die Bretonen nahmen an, da sie auf diese Weise Gefangene zurückbekamen. Die Nordmannen lehnten ab. Stattdessen bereiteten sie schon seit Wochen eine Offensive gegen den Rabenhorst vor. Im April dieses Jahres dann war es soweit, und sie eroberten die Festung, die sie fortan Tilholdburg nannten.

Geographie


Das ehemalige bretonische Lehen besteht nunmehr aus zersplitterten Gebieten. Südlich der Marmorbrücke, in den südlichen Bergen, liegt ein bretonisches Lehen. Nördlich der Brücke, in der eigentlichen Mark, liegt zunächst verwildertes Gebiet. Hinter den Bergen im Westen liegen die Lande der Zwerge, östlich davon der Turm der Landwehr. Im Norden beginnt Tilhold, mitsamt der Station und der weiter nördlich gelegenen Burg. Die Gebirge östlich und westlich sind verwildert. Rund um Nordstein, und in der Feste, liegt das Gebiet der Riesen unter Ymir und Grom Riesentöter.



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